Produkttest

Friday, 6. November 2009

Produkttest: Danone Fantasia

Als mich das Pressebüro von Danone anschrieb und mich fragte, ob ich den neuen Joghurt testen würde, habe ich zugestimmt, weil vor allem meine authentische Meinung gefragt sei.
Vielleicht wäre unser neuer Joghurt ja mal eine Empfehlung wert, zum Beispiel, wenn mal auf die Schnelle ein leckeres Dessert her muss?
So trudelten die verschiedenen Sorten Danone Fantasia in 8 Geschmackrichtungen ein, welche kann auf dieser Seite nachgelesen werden.

Schon der Blick auf die Kennzeichnung der verschiedenen Sorten offenbarte, dass die Produktreihe von mir nicht empfohlen wird:
  • Bei der Sorte Schoko Knusper fehlte das Zutatenverzeichnis
  • Die bei den 7 anderen Sorten musste ich mir entweder vorlesen lassen oder die Lupe holen, so klein war die Schrift auf der Verpackung.
  • Aufgrund der verwendeten Zutaten und des hohen Zuckeranteils würde ich die Produkte nicht kaufen
Danone Fantasia Kirsch

Ich habe die Kennzeichnung der Sorte Kirsche eingescannt, es zeigt die original Schriftgröße. Auf dem Etikett ist folgendes zu lesen:

1 Becher enthält
144 kcal
7%
des Richtwertes
für Tageszufuhr *
eines Erwachsenen
Joghurt mit 11 % Kirschen. 7,4 % Fett im Milchanteil
Zutaten: Joghurt, Kirschen, Zucker, modifizierte Stärke, Säureregulatoren Citronensäure, Natriumcitrat, färbende Konzentrate (Karotte, Hibiskus); Verdickungsmittel Carrageen, Xanthan; Aroma Nährwert pro 100 g: Brennwert 494 kJ/110 Kcal; Eiweiß 2,3 %; Kohlenhydrate 15,0 g; Fett 5,4 g
*basierend auf einer täglichen Ernährung eines Erwachsenen von 200 kcal Die Richtwerte können abhängig von Alter, Geschlecht, Lebensstil, Bewegung, Gesundheitsstatus etc. variieren. Bei max. +8°C mindestens haltbar bis: siehe Banderole
Danone GmbH, D-81703 München
Infoline D: 0180/2226226

Danone GmbH A-1120 Wien
Infoline A: 01/211-57-207
e 122 g
(95 g Joghurt
+ 27 g Fruchtzubereitung)
Füllhöhe technisch bedingt
Danone
PL
14311602
WE

Ich habe an Danone die Frage gerichtet, warum die Kennzeichnung so klein ist. Die Antwort lautete:
Die Kennzeichnung von Fantasia wird Danone verbessern. Die momentane Kennzeichnung ist produktionstechnisch bedingt und liefert eine Schriftgröße, die tatsächlich kleiner ausfällt als es für Danone Produkte üblich ist. Danone ist sich dessen bewusst und arbeitet aktuell an verschiedenen Lösungen, um die Kennzeichnung zu optimieren.
Als Verbraucher erwarte ich einfach, dass die Kennzeichnung lesbar ist. Selbst die jungen Herren hatten Schwierigkeiten, mir die Kennzeichnung vorzulesen. Ich möchte nicht erst auf eine optimierte Kennzeichnung warten oder diese vom Hersteller in lesbarer Form zur Verfügung gestellt bekommen.

Widmen wir uns nun der Verpackung. Eine Kunststoffverpackung mit 2 Kammern, in denen Fruchzubereitung/Schokomischung getrennt vom Joghurt aufbewahrt werden. Verschlossen wird das ganze mit einer mehrfarbig bedruckten Folie, die das Idealbild der jeweiligen Sorte zeigt.

©Danone Fantasia 001

Die Kammer mit der Fruchtzubereitung/Schoko wird umgeknickt. Die Kammer gibt die Fruchtzubereitungen jedoch nur widerwillig frei, bei den Sorten mit Schokolade klappt das besser.

©Danone Fantasia 002 ©Danone Fantasia 003 ©Danone Fantasia 004

Meine jungenTester und ich haben zunächst Fruchtmischung und Joghurt getrennt getestet: Der Geschmack des recht süßen Joghurts erinnerte eher an eine Quarkspeise als an Joghurt. Das verwendete Aroma schmeckte bei den Fruchtsorten deutlich hervor und verlieh zumindest den Fruchtmischungen einen unnatürlichen bzw. künstlichen Geschmack. Auch die Mischung von Frucht- und Schokoknuspermischungen mit Joghurt wies einen sehr süßen, leicht künstlichen Geschmack auf. Die Sorten mit Schoko schnitten dabei etwas besser ab.

Für mich kommen solche als "Joghurt mit X % Früchten. Y % Fett im Milchanteil" deklarierten aromatisierten Zuckerbömbchen mit derartig vielen Zusatzstoffen als Dessert auf die Schnelle nicht in Frage. Joghurt natur ist eigentlich immer im Haus und ergibt mit Honig und Knuspermüsli zusammengerührt ebenfalls ein schnelles Dessert, ohne künstliche Aromen, Farbstoffe, färbende Lebensmittel, Säureregulatoren und Emulgatoren. Und wenn es denn schon fertig gekauft sein muss, dann eines ohne Zusatzstoffe wie z.B. dieses, über das hier berichtet wurde.

Ich danke dem Pressebüro für die Beantwortung meiner Fragen und die Erlaubnis, die Antworten auch zu veröffentlichen.

Ich habe gefragt, warum das Produkt in Polen hergestellt wird:
Tatsächlich werden die meisten der in Deutschland erhältlichen Danone Produkte in Deutschland hergestellt. Darüber hinaus sind sogar durchschnittlich 40 bis 50 Prozent der in deutschen Werken gefertigten Danone Produkte für den Export in angrenzende Märkte bestimmt. Zum Auswahlverfahren: Als internationales Unternehmen hat Danone mehrere Produktionsstandorte in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Expertisen und Produktionsschwerpunkten. Die Produktion findet dann in dem nächstgelegenen Werk statt, das die Ausstattung für die Herstellung des jeweiligen Produktes hat. Fantasia hat mit dem Zweikammerbecher eine besondere Verpackungsform. Zur Herstellung dieser eignet sich zunächst aus produktionstechnischen Gründen das Werk in Polen. Danone prüft aber immer Möglichkeiten, die Produktionsstandorte und damit die Transportwege weiter zu optimieren.
Außerdem interessierte mich, warum eine Kunststoffverpackung wählt, die so bemessen ist, dass viel Fruchtzubereitung in der Kammer hängen bleibt:
Bei der Wahl der Verpackung achtet Danone grundsätzlich darauf, die Umwelt möglichst zu schonen. Im Bereich der Joghurtherstellung wird durch den Einsatz besonders dünnwandiger Becher das eingesetzte Verpackungsmaterial minimiert. Dass Fruchtzubereitung im Becher hängen bleibt, ist ein Verbraucher-Feedback, das wir gerne weitergeben. Die Produktentwicklung ist bemüht, das Produkt im Hinblick auf eine verbraucherfreundliche Nutzung zu optimieren
Ich habe gezielt nach der Verwendung von Zusatzstoffen gefragt, in den Antworten wurde dann auf Inhaltsstoffe eingegangen. Mit diesem Statement
Danone verpflichtet sich, sichere und hochqualitative Produkte an den Kunden zu liefern. Die Produkte entsprechen allen gesetzlichen Vorgaben und erfüllen höchste Qualitätsstandards. Darüber hinaus hat sich Danone noch strengeren Maßstäben verpflichtet. Um den Danone Standards gerecht zu werden, erfüllen die Produktionsstätten die Vorgaben der „Good Manufacturing Practice“. Alle Sicherungsmaßnahmen werden intensiv kontrolliert, zum einen während der Produktion und zum anderen innerhalb regelmäßiger Betriebsprüfungen, die sowohl von Danone intern als auch von externen, unabhängigen Stellen durchgeführt werden.
schließe ich den Produkttest. Möge der aufgeklärte Verbraucher entscheiden, was er zu sich nimmt. Blog Widget by LinkWithin

Tuesday, 3. November 2009

Produkttest: Lieblingsgrießbrei Klassische Art

Das Originalrezept für den Mohn-Käsekuchen mit Äpfeln verlangte nach 1 Päckchen Grießbrei für 1/2 l Milch z.B. von dieser Firma. Nun bin ich ja durchaus in der Lage, Grießbrei ohne diese Tüten zu kochen wie z.B. Aber um festzustellen, was alles an Zutaten in so einem Produkt enthalten ist, habe ich weder Kosten noch Mühe gescheut und das Produkt für meine geneigte Leserschaft getestet.

©Fix-Produkt Grießbrei 001   ©Fix-Produkt Grießbrei 002

Der Hinweis in 5 Minuten fertig stimmt schon einmal nicht, denn auch hier müssen 500 ml Milch sprudelnd aufgekocht werden, dann der Packungsinhalt unter ständigem Rühren zugegefügt und mindestens 1 Minute kräftig weitergerührt werden. Dann soll man den Brei 5 Minuten stehen lassen, erneut durchrühren und dann erst verzehren. Macht nach meiner Berechnung mindestens 6 Minuten - ohne Einbeziehung der Zeit für das Aufkochen der Milch. Bei mir dauerte das Aufkochen von 500 ml zimmerwarmer Milch ziemlich genau 5 Minuten.

Der Blick aufs Zutatenverzeichnis zeigt folgende Zutaten: 48 % Hartweizengrieß, Zucker, Stärke, Verdickungsmittel Xanthan, Emulgator Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren, Aroma, Milchzucker. Ich habe für die Packung 0,95 € bezahlt, dafür bekomme ich schon ein Päckchen Hartweizengrieß, aus dem ich mit 6 Litern Milch-Sahnemischung Grießbrei nach diesem Rezept ohne zusätzliche Emulgatoren und Verdickungsmittel kochen und die Zuckermenge nach eigenem Geschmack bestimmen kann. Aroma benutze ich auch, das ist allerdings wirklich natürlich und stammt aus der Vanilleschote, aus der Schale von Zitrusfrüchten.

In der Packung sind 90 g enthalten, davon sind dann 53 g Hartweizengrieß, 10 g Zucker, wobei dann 27 g auf die Zutaten Stärke, Verdickungsmittel, Emulgator, Aroma und Milchzucker entfallen. Deshalb habe ich das getestete Produkt in dem Mohn-Käsekuchen mit Äpfeln durch 50 g Hartweizengrieß und 30 g Stärke ersetzt. Was sucht denn die Stärke in dem Grießbrei? Den Inhalt derTestpackung habe ich nach Anweisung zubereitet. Nach genau 11 Minuten Zubereitungszweit und einiger Abkühlzeit war es dann soweit:

©Tüten-Grießbrei 001

Die unabhängigen Tester haben entschieden: Essbar aber die Konsistenz ist irgendwie merkwürdig schleimig und Sohn No. 2 brachte die Frage auf:
Warum kaufen die Leute denn so etwas, wenn das Selbstgemachte günstiger ist und auch noch viel besser schmeckt?
Das frage ich mich auch, aber nicht nur ich, denn auch hier und hier überzeugte eine Tüte nicht und schneller in der Zubereitung sind die Tüten auch nicht, wenn Frau genau hinschaut.

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Monday, 5. October 2009

Produkttest: Schneidbox

Wer kennt das nicht: Wer viel und gerne mit frische Zutaten kocht, benötigt viele Behälter, in denen diese vor dem Zubereiten "zwischengeparkt" werden können. Auch Abfälle türmen sich mit zunehmender Kochdauer auf dem Küchentisch. Für solche Probleme gibt es die Schneidbox , dir mir - wie auch ihr - freundlicherweise vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt wurde.

©Schneidbox 001

Unter dem von beiden Seiten zu benutzenden Brett - es gibt die Holz und die Kunststoffausführung -

©Schneidbox 009

befinden sich Schubladen, die das Schneidgut

©Schneidbox 008

bzw. den Abfall aufnehmen.

©Schneidbox 007

Damit das auch problemlos klappt, muss genügend Arbeitsfläche vorhanden sein, denn die Schubladen werden nach links und rechts herausgezogen.

©Schneidbox 002

Natürlich ist die Aufnahmekapazität der Schälchen begrenzt und es muss umgeschichtet

©Schneidbox 003

und die Abfälle entsorgt werden.

©Schneidbox 004

Wenn in unserer Küche die Arbeitsfläche besetzt ist, und die Schneidearbeiten am Extra-Tisch verrichtet werden müssen, kommen die Vorteile dieser Schneidbox erst recht zum Tragen: Die Schneidbox wird dann dort benutzt.

Die Bretter können von beiden Seiten benutzt werden, bei feuchten Zutaten verhindert die Seite mit der Saftrille, dass der Tomaten- oder Fleischsaft auf den Tisch tropft. Die Bretter sind gut verarbeitet, dieses Messer hinterließ kaum Spuren auf den Brettern.

Die Schalen und das Kunststoffbrett sind spülmaschinenfest, allerdings sind sie auch so schnell abgespült. Für meine Geschirrspülmaschine müsste ich sowieso umschichten, für die derzeitige Einstellung ist das Kunststoffbrett einfach zu hoch.

Außerdem sehr praktisch: Panieren von Schnitzel oder Gemüse erleichtert die Schneidbox ebenfalls, in die größere Schale kommen die Schnitzel, in die drei kleinen das Mehl, die aufgeschlagenen Eier und die Semmelbrösel.

Und wenn die Schneidbox einmal nicht benötigt wird, lässt sie sich platzsparend aufbewahren. Angefasst wird die Schneidbox übrigens mit beiden Händen an den Aussparungen des Brettes, denn mit knapp 5,5 kg in der Kunststoffausführung ist die Schneidbox nicht gerade ein Leichtgewicht

©Schneidbox 010

Es gibt auch eine Wandhalterung dafür.

Ich möchte auf diesen Küchenhelfer nicht mehr verzichten, ein wirklich nützliches und praktisches Teil. Wer die nicht auf seinen Wunschzettel setzen möchte, kann sie hier direkt bestellen. Weitere Infos direkt beim Hersteller, dem Video ist eigentlich nichts hinzuzufügen, genauso funktionierte es bei mir. Wie sie die Schneidbox beurteilt hat, ist hier nachzulesen.

Nachtrag 13.10.2009: Wie ich schon vermutet hatte, die Schneidbox hat die Maße 45 x 30 x 6 cm und ist etwa genauso groß aber 4 cm höher als mein Holzbrett aus dem schwedischen Möbelhaus, das die Maße 44 x 28 x 1,8 cm hat.

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Tuesday, 15. September 2009

Produkttest: Flüssige Bratcreme aus Butterschmalz Butaris „cremig-fein“

Letztes Jahr ermöglichte mir Butaris die Teilnahme am Kochevent: Braten, Backen, Bloggen und Frittieren. Da ich dieses Ereignis in bester Erinnerung hatte, stimmte ich einer höflichen Anfrage des Butaris Pressebüros, ob ich an einem Produkttest interessiert sei, gerne zu. Inzwischen ist das Testpaket angekommen und ich hatte ausgiebig Gelegenheit das Produkt zu testen.

Ich schaue ja zuerst auf die Rückseite eines Produktes

Butaris cremig-fein Rückseite

und das sich dort befindliche Zutatenverzeichnis liest sich erfreulich kurz: Milchfett, Butterschmalz. Unter Milchfett wird die Gesamtheit der Lipidbestandteile der Milch verstanden, während es sich bei Butterschmalz um durch Entfernen von Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker gewonnenes Butterreinfett handelt. Die Kombination aus Milchfett und Butterschmalz ermöglicht die Herstellung einer flüssigen Bratcreme aus Butterschmalz - so die korrekte Verkehrsbezeichnung.

Butaris cremig-fein Vorderseite

Mein einziger Kritikpunkt: Die Schriftgröße der Nährwertangaben auf der Rückseite und die Angabe der Portionsgröße auf der Schauseite könnte größer sein. Wenn ein Hersteller die Informationen dem interessierten Verbraucher zur Verfügung stellt, sollten die auch für jedermann und -frau leicht lesbar sein. Das Produkt kommt im Gegensatz zur ebenfalls milcheiweißfreien pflanzlichen Konkurrenz ohne Emulgatoren, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Aroma aus.

Obwohl uns Bernd Arold leckere Gerichte zeigte, benutze ich selten Butterschmalz, weil es so schlecht zu dosieren ist. Wer Bernd Arold einmal in Aktion sehen möchte, kann das übrigens hier tun. Aber das hat nun ein Ende, da sich Butaris "cremig-fein" -aufgrund der flüssigen Konsistenz - leicht dosieren lässt. Auch die jungen Herren haben das Produkt zum Braten ihrer Lieblingsspeise Pfannkuchen getestet und für gut befunden. Der leichte Buttergeschmack am Endergebnis überzeugte. Besonders praktisch finde ich das Produkt zum Einfetten von Backformen und -blechen: Es hat genau die richtige Konsistenz, läßt sich nach Wunsch dosieren und ebenso leicht mit einem Pinsel verteilen. Und das Wichtigste: Das Backgut löst sich auch wieder aus der Form.

Ein weiterer Pluspunkt: Butaris "cremig-fein" kommt ohne Kühlung aus, so bleibt im Kühlschrank mehr Platz. Wer es dennoch im Kühlschrank aufbewahrt, muss auf die Vorteile des Produktes verzichten, es wird dann wieder fest.

Was soll ich sagen: Ich bin von Butaris "cremig-fein" begeistert und werde es sicher auf den Einkaufszettel setzen, wenn die Flasche leer ist. Verschweigen möchte ich aber nicht, dass Bequemlichkeit auch ihren Preis hat: Zum Fritieren oder Backen würde ich Butaris "cremig-fein" nicht nehmen, das wäre mir zu teuer. Blog Widget by LinkWithin

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