8. Hamburg kocht!-Treffen: Persische Leckereien - Genüsse aus 1001 Nacht

Am Sonnabend trafen sich wieder ein paar Kochbegeisterte zum 8. Hamburg kocht!-Treffen. Gastgeberin war Heidi, eine Gewinnerin des Perfekten Dinners, als es dort noch ums Kochen ging. Heidi hatte aus den Erfahrungen unserer letzten Treffen gelernt und servierte den Teilnehmern gleich zu Beginn am perfekt gedeckten Tisch

Asche Reschte

©Asche Reschte

damit wir uns nicht hungrig an die Zubereitung der geplanten 6 Vor- und 4 Hauptspeisen sowie des Nachtisches machen mussten. Die Suppe mit Linsen, Bohnen und Kichererbsen bekommt durch die Zugabe von Kaschk am Schluss einen besonderen Pfiff.

Das Niveau dieses Treffens war diesmal besonders hoch, schließlich weilte eine Kompetenzesserin und Topfgeldjäger-Gewinnerin unter uns. Die kann wirklich gut kochen und auch kompetent essen. Bevor es an die Zubereitung der Vorspeisen ging, wurden erst einmal speziell für diesen Zweck maßgeschneiderte Schürzen angelegt - beidseitig benutzbar -

Schürze maßgescheidert (1)

Schürze maßgescheidert (2)

Außerdem stellte Heidi jeder inkompetenten Köchin ein gebundenes Rezeptheft zur Verfügung, damit die Rezepte weder hinter Geschirrspülmaschinen verschwinden konnten, noch in Flure ausgelagert werden mussten. Dafür befand sich in der Küche extra ein patentierter Rezeptehalter. Wäre allerdings gut gewesen, diesen auch so zu benutzen, dass die Rezepte lesbar gewesen wären. Nur Heidis unermüdlichen Einsatzes auch schon Tage vorher - Einkaufen, Vorbereiten, Vorkochen, Dekorieren etc. - und des finalen Abschmeckens ist es zu verdanken, dass wir überhaupt etwas Essbares zustande brachten.

Rezeptebuch und -halter

Making of persische Vorspeisen

Die Vorspeisen:

©persische Vorspeisen

Mast o Musir mit Rosenblättern verziert, Mast o Khiar mit Minz-Deko, Salat Olivie (Kartoffel-Hähnchensalat) mit Oliven- Erbsen-Dekoration, Kuku Sabsi (Gemüse-Eierkuchen mit getrockneten Berberitzen) und Halim Dademjun (Auberginenmus mit Zwiebeln und Minze).

Das im Prinzip dazugehörige Fladenbrot möchte ich euch nicht vorenthalten, das wurde allerdings erst zur Hauptspeise geliefert.

©persisches Fladenbrot

Zwischen der Zubereitung der einzelnen Hauptspeisen versuchte Frau sich in gehobenen Gesprächen: Diskussionen über Musa textilis, besser bekannt als Manilahanf zur Herstellung von Teebeuteln und Walrat liefen noch relativ fließend. Bei der Frage nach der Familie des rosa Pfeffers lapsten sowohl die Botanikerin als auch die Lebenmittelchemikerin. Ich schließe dann hier die Bildungslücke: Der Brasilianische Pfefferbaum (Schinus terebinthifolius) gehört zu der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Die pfefferkorngroßen rosa gefärbten Beeren schmecken süß und aromatisch, ähnlich wie Wacholder und haben zusätzlich noch eine Pfefferschärfe. Sie werden aus optischen Gründen der bunten Pfeffermischung beigefügt.

Leichter ging uns die Konversation über die Wärmewirkung von Stützstrümpfen unabhängig von der Farbe, Rutschfestigkeit von Bodyformern, Nierenwärmern (nicht tragbar in Kombination mit Bodyformern) und statischer Aufladung von Synthetikkleidung von den Lippen. Wer also eine von uns demnächst mit Glas oder Pflanzensprüher sieht: Weisse Bescheid!

Doch wir waren ja eigentlich zum Kochen und Essen zusammengekommen. Weiter ging es mit

Lubia Polo

©Lubia Polo

Schnittbohnen mit Hackfleisch und Reis.

Tartschin

©Tartschin

Reiskuchen mit Hühnchen und goldgelber Kruste. Man beachte hier die liebevolle Dekoration von Berberitzen.

Fessenjun

©Fessenjun

Ente in Walnuss-Granatapfelsauce

Khoreschte Gheime

©Khoreschte Gheime

Gulasch mit gelben Linsen, Pommes frites und gebratenen Auberginen.

Nach diesem Gang schwächelten die ersten und Heidi servierte einen Verteiler

©Russian Standard Vodka


Russian Standard Vodka verteilt und sollte auf die drei Nachtische bestehend aus Schole Sard, Napoleoni und Safraneis vorbereiten. Nach den bitteren Erfahrungen mit Gundis 30-Minuten-Eismaschine und einem Blick auf Heidis Eismaschinenmodell sowie der nur leicht gefüllten Mägen reduzierten wir den Nachtisch auf

Napoleoni

©Napoleoni

mit Vanillesauce gefüllter Blätterteig. Es gab noch Tee aus wunderschönen Gläsern

©Tee

begleitet von persischen Knabbereien

©persische Knabbereien

Wir lernten: Der Perser an sich süßt den Tee nicht, sondern nimmt entweder ein Stück Zucker oder eine Süßigkeit in den Mund und spült mit ungesüßtem Tee nach. Das ist nichts für norddeutsche Memmen wie mich, ich süßte den Tee mit Zucker.

Den krönenden Abschluss bildete der Longdrink "Heidi"

©Bushi macht mir die Heidi>

aus Armagnac à l'Orange mit Prosecco, mir hier liebevoll von Bushi kredenzt.


Hier ist ORsis Bericht

Der Bericht von Hamburg kocht!

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