Kulinarischer Adventskalender #21: Pandoro
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Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr wieder ein Türchen beim Kulinarischen Adventskalender bestücken zu dürfen. Der unermüdlichen Zorra ist es wieder gelungen Sponsoren zu gewinnen, um ein Gewinnspiel mit schönen Preisen zu veranstalten. Bei diesem online-Versand habe ich nicht nur eine Ostertaubenform sondern auch eine Pandoro-Form mit der Absicht käuflich erworben, diese berühmte italienische Weihnachtsbäckerei hinter einem Türchen zu verstecken. |
Auf der Suche nach dem ultimativen Rezept habe ich den Pandoro nach diesem, diesem und diesem Rezept gebacken. 5 junge Tester haben entschieden, dieses
mit der eintourierten Butter war am besten gelungen. Wenn man genau hinschaut, kann man in der Krume sogar noch einzelne Schichten erkennen. Die Konsistenz ist himmlisch locker leicht, die Krume lässt sich in langen Fasern abreißen. Der Geschmack ist buttrig-zart und vanillig. Wie schon bei meinem Panettone, Rezepte der Schwestern Simili sprechen für sich. Geschmacklich waren sowohl die Sauerteig- als auch die Hefevariante sehr lecker, aber die Struktur wesentlich kompakter.
Ich habe mit Trockenhefe gebacken. Wichtig finde ich das Ende der Backzeit mit einem Thermometer zu überprüfen. Bei allen Pandoros war trotz erfolgreicher Stäbchenprobe - es blieb kein Teig mehr am Holzstab hängen - die interne Temperatur erst bei 60 °C angelangt. Ich habe sie dann so lange im ausgeschalteten Backofen stehen lassen, bis die Temperatur auf mindestens 80 °C angestiegen war. Bei 80 °C war mir die Konsistenz noch etwas zu klitschig.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Il Pandoro - Simili |
| Kategorien: | Brot, Kuchen, Italien |
| Menge: | 1 Pandoro |
Zutaten
| H | BACKSTARKE MEHLMISCHUNG | ||
| 180 | Gramm | Weizenmehl Type 405 | |
| 135 | Gramm | Weizenmehl, Type 550 | |
| 135 | Gramm | Manitobamehl | |
| H | VORTEIG | ||
| 1 1/2 | Teel. | Trockenhefe | |
| 60 | Gramm | Lauwarmes Wasser | |
| 50 | Gramm | Mehlmischung, backstark | |
| 1 | Teel. | Zucker | |
| 1 | Eigelb, Größe M = 20 g | ||
| H | 1. TEIG | ||
| 200 | Gramm | Mehlmischung, backstark | |
| 0,9 | Gramm | Trockenhefe bzw. 1/8 TL gehäuft | |
| 25 | Gramm | Zucker | |
| 30 | Gramm | Butter | |
| 2 | Teel. | Wasser | |
| 1 | Ei, Größe M | ||
| H | 2. TEIG | ||
| 200 | Gramm | Mehlmischung, backstark | |
| 100 | Gramm | Zucker | |
| 2 | Eier, Größe M | ||
| 1 | Teel. | Salz | |
| 1 | Vanillestange, das Mark | ||
| H | SOWIE | ||
| 140 | Gramm | Butter; Zimmertemperatur; zum Eintourieren | |
Quelle
| nach | |
| Sorelle Simili | |
| Pane e roba dolce | |
| bei Chili & Ciabatta |
| Erfasst *RK* 18.12.2008 von | |
| Ulrike Westphal |
Zubereitung
Zunächst für die backstarke Mehlmischung alle drei Mehlsorten gut miteinander vermengen.
Für den Vorteig die Hefe im Wasser auflösen, den Zucker, Eigelb und Mehl zugeben und alles mit dem Holzlöffel zu einem glatten Teig verschlagen. Abgedeckt etwa 50-60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für den ersten Teig dem Vorteig die im Wasser aufgelöste Hefe sowie Zucker, Mehl und Ei zugeben. Mit der Küchenmaschine (Petra: Handrührer mit Knethacken) zu einem glatten Teig verkneten, dann die weiche Butter in Flöckchen unterkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für den zweiten Teig den ersten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und Ei, Zucker, Mehl, Salz und die Vanille zufügen und alles 8-10 Minuten verkneten. Den Teig zu einem Ball formen und in eine gebutterte (Petra: geölte) Schüssel legen. Abgedeckt etwa 1-1 1/2 Stunden gehen lassen, dann für mindestens 30-40 Minuten oder über Nacht (8-12 Stunden - Petra: etws länger) in den Kühlschrank stellen.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und zu einem Quadrat auseinanderdrücken. Die weiche Butter in Flöckchen in Form eines versetzten Quadrats auf dem Teig verteilen (die Ecken bleiben so frei). Die vier Ecken des Teiges zur Mitte einschlagen und festdrücken, so dass die Butter eingeschlossen ist. Den Teig vorsichtig zu einem Rechteck ausrollen. Den Teig wie einen Geschäftsbrief zusammenfalten, so dass man drei Lagen erhält. Den Teig abgedeckt 15-20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig erneut ausrollen, zusammenfalten und wieder für 15-20 Minuten kalt stellen.
Den Teig ein drittes Mal ausrollen, zusammenfalten und kalt stellen.
Währenddessen die Backform vorbereiten: Ein quadratisches Stück Alufolie (etwa 33 cm Kantenlänge) bereit legen. Die Sternform mit weicher Butter sehr gut ausbuttern (Pinsel). Die Form umdrehen und die Alufolie auf die Form legen und festdrücken, so dass man einen Abdruck erhält. Die Folie vorsichtig abnehmen und nun so in die Form legen, so dass sie sich der Sternform anpasst. Die Form mitsamt der Alufolie nochmals gut ausbuttern, dabei besonders die Spitzen gut bepinseln.
Den Teig nun zu einer Kugel formen und mit der glatten Seite nach unten in die vorbereitete Sternform (19-20 cm Höhe, etwa 3 l Inhalt) oder eine andere Form setzen.
Abgedeckt gehen lassen, bis der Teig den oberen Rand leicht überragt
- das kann einige Stunden dauern (Ulrike und Petra: 5 Stunden. Evtl. Form in die Mikrowelle mit angelehnter Türe stellen).
Das Pandoro im auf 160°C vorgeheizten Backofen auf dem untersten Rost 60 Minuten mit Alufolie abgedeckt Minuten backen. Unbedingt die interne Temperatur messen. Bei mir lag die etwa bei 60 °C, an einem Stäbchen blieb nichts mehr hängen.
Das Pandoro so lange im ausgeschalteten Backofen stehen lassen, bis eine interne Temperatur von mindestens 85 °C, besser 90 °C erreicht ist, ansonsten ist das Pandoro innen klitschig.
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